
Kronen Zeitung
ZWEITE LIGA:
Mit neuem „Profi-Input“ zurück zu alten Werten
Die Zweite Liga ist beendet – die Steirer werden die jüngste Saison im Bundesliga-Unterbau als äußerst unspektakulär in Erinnerung behalten: Kapfenberg schloss auf Rang 13 ab, Sturm II auf Rang 14. Durch die Konkurse von Klagenfurt uns Stripfing blieb die gröbste Abstiegsangst aus.
Sturm-Trainer Christoph Wurm zog eine geteilte Bilanz: „Mein größtes Highlight war der Pass von J.P. Hödl zum Tor von Luca Weingrill, der in Hartberg unseren Profis die Champions League-Qualifikation endgültig gerettet hat. Beide kommen von den Amateuren. Mit Bignetti, Beganovic, Kiedl und Schopp spielen ja weitere unserer Spieler in der Bundesliga – der Output, welcher das Wichtigste an einem Amateurteam ist, war gut. Auf der anderen Seite haben wir nach dem großen Aderlass im Sommer ein Projekt mit Ausländern gestartet, das Risikofaktoren wie Sprache und Integration beinhaltet hat. Dahingehend werden wir optimieren. Wir werden wieder zurück zum Ursprung gehen und vermehrt mit eigenen Akademiespielern arbeiten.“ Mit Leuten wie Stürmer Jonas Peinhart, der der nächste Diamant für die Bundesliga werden soll.
Nach dem Vorbild von Jakob Jantscher, der im Herbst viel Input geliefert hatte, soll dem aktuellen Trainerteam der Amateure mit Stefan Hierländer der nächste Ex-Kapitän als „Co-Trainer“ und Berater beistehen.
Mit Jastrzembski, Koita, Afrifa, Scharmer und Pirker werden einige Spieler Sturm verlassen – neu ist der kanadische Innenverteidiger Elija Roche (18) von Toronto. Er dürfte den marokkanischen U20-Weltmeister Smail Bakhty (der mit Schambeinentzündung lange pausieren musste) ersetzen, der in eine spielstarke Liga verliehen werden soll.
Kapfenberg, das sich einen rigorosen Sparkurs verordnet hatte, ist nach ordentlichem Herbst im Frühjahr die Luft ausgegangen, weil das Trainer-Duo Petrovic/Grgic, das bleiben soll, vermehrt jungen Eigengewächsen wie Goalie Colic (der Strebinger ersetzte) und zuletzt Fabio Kräutler die Chance gegeben hat.
Stammkräfte wie N’Zi und Krasniqi wechseln nach Deutschland, auch Berisha und Dilek dürften gehen, wie Goalie Richard Strebinger, der in Voitsberg Thema ist. Auch der Vertrag von Luca Hassler läuft aus. Ein Verbleib des Topscorers (9 Tore), an dem auch Hartberg dran ist, ist sehr unwahrscheinlich. „Wir werden nächste Saison auf eigene Junge wie Adrian Marinovic, Marco Pranjkovic, Max Hofer und Jose Rostas bauen“, so Präsident Erwin Fuchs (der das ÖFB-Team zur WM begleiten wird), dazu werden wohl neue Spieler von der deutschen Partner-Agentur kommen.
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